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Fulda, 21.04.2009

Rettungsdienst-Simulation beim DRK Fulda

Alltägliche Szenarien trainieren


22.04.09 - FULDA - Was Hilfsorganisationen in Süddeutschland mit Zuschüssen von der EU nicht realisieren konnten, ist jetzt in Osthessen aus Eigeninitiative mit vereinten Kräften entstanden. Die Rede ist von der deutschlandweit einzigartigen Trainings- und Simulationsanlage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom Kreisverband Fulda. "Die Idee kam mir im November 2007 während der Heimfahrt von einer Fortbildung", erklärte der Leitende Lehrrettungsassistent Joachim Schrimpf, der Teamleiter für Aus- und Weiterbildung beim DRK Fulda. Und gestern - 18 Monate später - stellte die Rettungsorganisation im Katastrophenschutzzentrum Fulda die hochmoderne Anlage im Beisein von zahlreichen medizinischen und politischen Vertretern, Führungskräften befreundeter Hilfsorganisationen sowie DRK-Mitgliedern aus Fulda und anderen Kreisverbänden vor.

"Es ist ein große Bereicherung für die Region Osthessen und unsere Bürgerinnen und Bürger", erklärte Gesundheitsdezernent und "Vize"-Landrat Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Die hochmoderne Anlage sei ein gutes Instrument, um die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Rettungsdienstes weiter zu qualifizieren und mit ihnen nicht alltägliche Szenarien zu trainieren. Der Fuldaer Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel (CDU) bezeichnete das neue Zentrum als einen "weiteren Baustein für Fulda", das die Teamarbeit noch mehr stärken werde.

Das Herzstück dieser speziellen Art von "Simulator" ist ein ehemaliger Notarztwagen (NAW) – ein „US-Koffer“ mit Ford-Fahrgestell, aus dem Motor und Fahrwerk entfernt wurden. Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) um das Team von Konstantin Lotz und Jugendbetreuer Eberhard Müller konnte das Fahrzeug durch Anwendung verschiedener Techniken auf ein Stahlgerüst in drei Meter Höhe gehoben werden - direkt vor die bestehenden Schulungsräume im 1. Stock. „Ein Krimi ist gar nichts gegen diese Aktion“, erinnerte sich Schrimpf. „Ohne die Hilfe des THW wäre dies nicht zu bewältigen gewesen.“ So gelang es, ohne die Stellfläche für Fahrzeuge einzuschränken, das Projekt zu realisieren.

Einen alltäglichen und sehr realitätsnahen Notfall mit einem unter Atemnot leidenden Patienten – eine sprechende Puppe mit allen vitalen Funktionen – demonstrierten die beiden hauptamtlichen DRK-Rettungsassistenten Thorsten und Andreas Jehn den geladenen Gästen. Nach der Erstversorgung an der „Einsatzstelle“ wurde der Patient in den Rettungswagen gebracht. Dabei zeichneten vier Kameras aus unterschiedlichen Perspektiven jeden einzelnen Handlungsschritt der „Rettern in Rot“ auf, um den Einsatz in der Nachbesprechung möglichst genau zu analysieren. Durch dieses System beseht nun die Möglichkeit, bestimmte Sequenzen aus den Aufnahmen zu filtern und sich diese über Monitore noch einmal anzuschauen.

Die Technik für das rund 70.000 Euro teure Trainingszentrum stammt von Laerdal Medical, dem führenden Hersteller von medizinischen Produkten für den Rettungsdienst aus Puchheim bei München. „Wenn es keine Menschen gibt, die neue Ideen und Motivation haben, können auch unsere Geräte nicht helfen“, unterstrich Gerald Kraemer, Geschäftsführer von Laerdal Deutschland. Damit lobte er besonders das Team um Joachim Schrimpf und Rettungsassistent Andreas Kroll, die viele Arbeitsstunden – auch während ihrer Freizeit – in die Weiterentwicklung gesteckt haben.

„Wir wollen in Osthessen die beste präklinische Notfallmedizin leisten“, hielt Prof. Dr. Clemens-Alexander Greim, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Klinikum Fulda, fest. Da vor allem in den ländlichen Regionen die Ärztedichte abnehme, seien die Anforderungen an den Rettungsdienst in den letzten Jahren gestiegen. DRK-Landesjustiziar Holger Adolph zeigte sich sehr beeindruckt von dem, was der Kreisverband Fulda im Katastrophenschutzzentrum in der Fuldaaue auf die Beine gestellt hat. Die Projektverantwortlichen hätten damit die Tradition des DRK, sich stets weiterzuentwickeln, fortgeführt. Abschließend sprach der Fuldaer Kreisverbandsarzt Jan Garlepp die Einladung an alle Hilfsorganisationen aus, das neue Zentrum auch zur Fortbildung ihrer Aktiven zu nutzen. (Christian P. Stadtfeld)

 

Bericht: Osthessen-News.de
Fotos: osthessen-news.de

 

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