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KÜNZELL, 04.09.2011

"Gefahr durch Radioaktive Wolke"

... Technisches Hilfswerk unterstützt


Eine radioaktive Wolke bedrohte am Samstag die Region Osthessen. Großalarm für den Katastrophenschutz, der die Störfallfolgen im Kühlsystem eines Kernkraftwerkes zu bewältigen hatte. Glücklicherweise war es nur ein „fiktiver Störfall“, doch auch mit solchen Anforderungen müssen die Helfer zurechtkommen. In Künzell (Kreis Fulda) beteiligten sich an diesem „Nuklear-Szenario“ nicht nur über 220 Einsatzkräfte und Statisten, sondern erstmals in Hessen auch Soldaten vom Bundeswehr-Standort Höxter(Nordrhein-Westfalen).

Emil Schad, Sachgebietsleiter "Katastrophenschutz" beim Landkreis Fulda zeigte sich am Samstagabend gegenüber "osthessen-news" sehr zufrieden mit dem Übungsablauf und lobte den Einsatz der Helfer, die "ihren Part einwandfrei abgedeckt" hätten. Beobachter dieser Großübung waren zahlreiche Behörden- und Feuerwehrchefs, Führungskräfte der regionalen Hilfsorganisationen DRK, MHD, THW und DLRG sowie Verantwortliche von Landes- und Bundespolizei, dem hessischen Innenministerium und dem Regierungspräsidium Kassel. Mit dabei auch Landrat Bernd Woide und sein "Vize" Dr. Heiko Wingenfeld (CDU).

Auf dem Gelände des Gemeindezentrums Künzell drehte sich alles rund um Schutz- und Dekontaminationsmaßnahmen. Die Statisten mussten insgesamt elf Stationen und drei Kontaminationskontrollstellen durchlaufen. Zu Beginn wurden sie und auch ihre Fahrzeuge auf radioaktive Verschmutzung überprüft. Nicht betroffene Persoen haben die Notfallstation direkt wieder verlassen. War der Test jedoch positiv, wurden sie gereinigt und anschließend ärztlich untersucht. Für die Dekontamination im Kreis Fulda ist der GABC-Zug der Feuerwehr Fulda verantwortlich, bei dieser Katastrophenübung mit Unterstützung der Bundeswehr.

Auch wenn das Resümee der zehnstündigen Übung von vielen Seiten "äußerst positiv" war und man gut vorbereitet ist, hoffen aber alle, dass dieser Ernstfall nie eintritt.

Der Hintergrund zu dieser "Katastrophenschutzübung"

Durch schwerwiegende Schadensereignisse in Kraftwerken können Menschen aus der Bevölkerung einer ionisierender Strahlung in einem Umfang ausgesetzt werden, der Maßnahmen zu deren Schutz erfordert. Um diesen Personen bei solchen Situationen Unterstützung zu geben, werden so genannte Notfallstationen im nicht gefährdeten Gebiet eingerichtet und betrieben.

Bei der Freisetzung von Radioaktivität aus einem Kernkraftwerk kann es erforderlich werden, für die Bevölkerung und auch für betroffenen Einsatzkräfte zur Abschätzung eventueller Strahlenexpositionen und zur Durchführung von Hilfsmaßnahmen (z.B. Informationen, Betreuung, Dekontamination etc.) Notfallstationen einzurichten.

Laut den "Rahmenempfehlungen zum Aufbau und Betrieb von Notfallstationen in Hessen" haben die Verwaltungen der Landkreise und kreisfreien Städte die Vorbereitungen zu Einrichtung und Betrieb von Notfallstationen zu treffen, das dazu notwendige Personal ausbilden zu lassen, für stetige Fortbildung zu sorgen und die Unterbringung betroffener Personen zu planen. Diese Aufgabe übernimmt der sogenannte GABC-Zug des jeweiligen Landkreises.

Auch in Landkreisen, in denen man nicht mit massiven Auswirkungen eines atomaren Unfalls rechnet, ist es erforderlich, den Aufbau und Betrieb einer Notfallstation zu üben, um entweder in langen Einsatzlagen Rettungskräfte von ortsnahen ablösen zu können oder in besonderen Fällen kontaminierte Personen im eigenen Landkreis medizinisch zu versorgen. (Christian P. Stadtfeld). +++

                       

 

Bericht: Osthessen-News.de
Fotos: Osthessen-News.de

 

Weblink
Originalbericht auf Osthessen-News.de

 

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